Es soll Menschen geben, die nicht in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram unterwegs sind. Und das ist auch gut so!

Als Ergänzung zu meinem großen VfL-Rückblick über die erweiterte (Corona-) Aufstiegssaison möchte ich hier noch einmal all die “Spieltagsgedanken” online stellen, welche bislang nur auf meiner Facebook-Seite zu sehen waren.

Bei den Blogs handelt es sich ausschließlich um Spiele, bei denen ich trotz der schwierigen Situation anwesend sein durfte.

Vom inoffiziellen Zweitliga-Geisterspiel-Lockdown-Corona-Meister zum offiziellen Meister der 2. Fußball Bundesliga der Saison 2020/2021!

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 1. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs FC St. Pauli 2:2 (1:0):

Am 24. Spieltag der Zweitliga-Saison 2019/2020 trennte sich der VfL mit 4:4 (2:2) vom SV Sandhausen 1916 e.V.! „Mit einer effizienten Chancenauswertung hat das spielerisch bessere Team letztlich verdient gewonnen“…so ungefähr dürfte das Fazit der 13.750 VfL-Fans unmittelbar vor Abpfiff des Spieles gelautet haben. Irgendwie nur dumm, dass die Mannschaft in der letzten Spielzeit speziell an der Castroper Straße in schöner Regelmäßigkeit die hart erkämpften Führungen mit unfassbaren Fehlern in der Schlussphase noch aus den glitschigen Händen gab! So natürlich auch an diesem nasskalt-windigen Sonntagnachmittag, als der Gast aus dem Großraum Heidelberg in den letzten fünf Minuten faktisch aus dem Nichts noch ausgleichen konnte!

Warum aber hole ich das Spiel gegen wackere Sandhäuser zum Zweitliga-Saisonauftakt 2020/2021 noch einmal aus meinem ganz persönlichen Archiv hervor? Schließlich stellen Spiele gegen das Team aus der 15.000-Einwohner-Gemeinde zumeist nur eine Randnotiz im Saisonrückblick dar.Das Spiel gegen die Elf von Trainer Uwe Koschinat war das letzte reguläre Match mit Zuschauern vor dem Beginn der sagenumwobenen Corona-Re-Start-Geisterspiel-Meisterschafts-Serie der letzten Saison!

Genau 205 Tage nach diesem Spiel war es am gestrigen Tag endlich wieder soweit. Zum ersten Spiel gegen den FC St. Pauli durfte das Vonovia Ruhrstadion das tun, wofür es 1979 eingeweiht wurde…Zuschauer aufnehmen! Was sich oberflächlich nach absoluter Normalität anhört, war gestern „nur“ ein zartes Pflänzchen des Neubeginns. Aufgrund des eingereichten Hygienekonzeptes des VfL war Fußball mit den AHA-Regeln angesagt. Abstand, Hygiene und Alltagsmaske bedeutete, dass nur 3.421 VfL-Fans im Ruhrstadion weilten….ohne Gästefans, ohne Fiege-Pils und ohne Dönninghaus-Wurst.Trotz der vielen Einschränkungen und Regeln habe ich bei vielen Fans, einschließlich mir, leuchtende Augen wahrgenommen. „Endlich wieder VfL“ bedeutete für alle Beteiligten ein großes Stückchen Normalität und Erleichterung. Die spiegelte sich auch im Verhalten der Anhänger wider, welche die genannten Regeln äußerst diszipliniert sowie mit gegenseitigem Respekt beachteten und während der 90 Minuten einen ordentlichen Support anboten! Was aber gehört zu einem perfekten VfL-Re-Start mit Zuschauern definitiv dazu? Genau, das typische VfL-Spiel mit Führung und spätem Ausgleich der Gäste! Deshalb verweise ich jetzt auf meine zu Beginn genannten Gedanken zum Sandhausen-Spiel, welche man bis auf drei kleine Ausnahmen auf das gestrige Spiel übertragen kann. Das Wetter war gestern weitaus besser als im März, die Zuschauerzahl niedriger und am Ende stand es 2:2 (1:0). Vielleicht war das bittere Unentschieden gegen die Kiezkicker aber auch einfach nur zweitrangig! Schließlich zählte gestern nur der Augenblick…zu jubeln, zu quatschen, zu schreien, zu singen und sich zu ärgern…halt das typische VfL-Lebensgefühl, das Außenstehende nicht immer nachvollziehen können!Deshalb hoffe ich, dass es nun aufwärts geht! Auch wenn man sich weiterhin mit Begriffen wie „Inzidenzwert“ oder „Reproduktionszahl“ auseinandersetzen muss und Rückschläge zu erwarten sind.

1. Spieltag gegen den FCSP…Fußball vor Zuschauern!

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 3. Spieltag; VfL Bochum vs VfL Osnabrück 0:0

Nach dem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg beim Karlsruher SC eröffnete der VfL am Freitagabend den dritten Spieltag in der 2. Fußball Bundesliga! Im „VfL-Duell“ traf die Mannschaft von Thomas Reis auf Vorjahresaufsteiger VfL Osnabrück. Bevor es im Vonovia Ruhrstadion unter dem magischen Flutlicht losgehen konnte, entschied der Bochumer Inzidenzwert über die Anwesenheit von Zuschauern…der lag unter der ominösen Zahl 35 und erlaubte zum zweiten Mal in Folge die Fan-Unterstützung unter Beachtung der AHA-Regeln! Dementsprechend fanden sich insgesamt 4231 gut verteilte Zuschauer „anne Castroper“ ein, welche in den ersten zwanzig Spielminuten eine Bochumer Mannschaft anfeuerten, die leider nur sehr schleppend ins Spiel fand!

Erst als Milos Pantovic nach Zuspiel von Kapitän Anthony Losilla die erste große Chance des Spiels vergab, kamen die Blau-Weißen in Gang und besaßen in der anschließenden Druckphase weitere gute Torchancen durch Simon Zoller und Silvere Ganvoula. Letztlich ging es torlos in die Kabine, da Osnabrücks Keeper Kühn sehr gut hielt und Bochums Offensivkräften die nötige „Coolness“ gestern durchweg fehlte! Auch nach dem Pausentee zeigte sich der Bochumer VfL zwar dominant und überlegen, kam aber gegen eine disziplinierte Osnabrücker Mannschaft kaum noch zu Torchancen!So blieb es beim torlosen Unentschieden…eines dieser Spiele, das man bei Verlassen des Stadions schon komplett vergessen hat und unter der Datei „Sonstiges“ in der Vereinschronik abgespeichert wird! Ich befürchte, dass die 2. Fußball Bundesliga auch in diesem Spieljahr ein Paradebeispiel an Ausgeglichenheit darstellen wird. Eine Liga, in welcher man aufgrund anderer Ergebnisse nie einen Quervergleich ziehen kann und in welcher der Grundsatz „Form schlägt Klasse“ mehr denn je gilt!

Torloses VfL-Duell im Ruhrstadion

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 5. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs FC Erzgebirge Aue 2:0 (0:0)

Nach einem durchaus ordentlichen Saisonstart hinterließ die 1:2-Niederlage bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig zuletzt weitaus mehr Fragen als Antworten im nervös-besorgten Fanlager des VfL Bochum 1848! Neben der diskussionswürdigen „Fairplayentscheidung“, dem mutlosen Auftritt einzelner Spielern und dem stark ausbaufähigen Überzahlspiel sorgte der insgesamt lethargische VfL-Auftritt an der Hamburger Straße in erster Linie für die folgenden Kernfragen: Hat der typisch depressive VfL-Herbst nun endgültig begonnen? Wo wird diese Mannschaft mit vielen guten Namen am Ende der Saison landen? Kriegt VfL-Trainer Thomas Reis seine gelegentlich satt wirkenden und nicht immer einfachen „Charakteure“ dauerhaft in den Griff?

Nun gut, all diese Fragen konnte auch der gestrige 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue nicht abschließend beantworten. Während man für die ersten beiden Fragen weiterhin nur mit einer Glaskugel in die Zukunft blicken kann, kommt für die dritte Frage stilecht ein populäres Lied aus der sächsischen Heimat des Gegners in Frage:„Lebt denn der alte Holzmichel noch?? JA, er lebt noch!!!

“Bei nasskalten äußeren Bedingungen kam die runderneuerte Mannschaft von der Castroper Straße gegen die neonorange gekleideten Veilchen aus Aue auch gestern in den Genuss eines Überzahlspiels…nach dem Platzverweis für FCE-Außenverteidiger Rizzuto hieß es 72 Minuten lang 11 gegen 10! Auch wenn solch eine Überzahl gegen diszipliniert verteidigende Gäste nicht immer einfach zu spielen ist, wirkte die Reis-Elf speziell in der Offensive lange Zeit wenig ideenreich. Was sich nun nach einer Kopie des Braunschweig-Spiels anhört, hatte aber gestern einen grundlegenden Unterschied! Die Mannschaft in Flutlicht-Dunkelblau ließ über die gesamte Spielzeit nahezu keine Chance der Gäste aus Aue zu und behielt die Spielkontrolle komplett in der Hand…und das trotz der starken Auer Offensivspieler wie Hochscheidt, Testroet und dem später eingewechselten Krüger, die aufgrund ihrer individuellen Qualität immer für ein Tor aus dem Nichts gut sind! Genau deshalb verdiente sich der dominant auftretende Gastgeber auch die späten Tore durch Robert Zulj (74.) und Silvere Ganvoula (82.), welche sich zu Spielbeginn zunächst auf der Bank wiederfanden, erst kurz vor ihren Toren eingewechselt wurden und eine Reaktion zeigten! Das erste Saisontor des lange erfolglosen Kongolesen wirkte wie eine Befreiung, sollte in der näheren Zukunft frische Kräfte freisetzen und vor allem etwas Druck aus einer oft aufgeheizten Diskussion nehmen, in welcher der Stürmer mit seiner Körpersprache und den gelegentlich unglücklichen Social-Media-Auftritten provoziert und bei vielen Fans ein Kopfschütteln verursachte!Vielleicht war der Sieg ja sogar der Startschuss einer neuen „Corona-Geisterspiel-Serie“?! Nachdem sich die Zuschauerzahl an den ersten beiden Spieltagen etwas normalisierte, leben wir mittlerweile wieder mitten in der Pandemie! Diesbezüglich sieht es danach aus, dass die gestrigen 300 Zuschauer schon zum nächsten Heimspiel nicht mehr zugelassen werden!

Silvere Ganvoula mit dem Treffer zum 2:0 (82.)

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 7. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs SpVgg Greuther Fürth 0:2 (0:2)

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist ein überragender Film aus dem Jahr 1993, in welchem Filmfigur Phil Connors in eine nicht endende Zeitschleife gerät und denselben Tag immer wieder aufs Neue erleben muss. Nach anfänglichen Experimenten findet er Wege, die Zeit sinnvoll zu nutzen, jede Wiederholung ein wenig besser zu machen und das Herzen seiner Kollegin Rita am „Happy-End“ des Blockbusters zu gewinnen! Auch beim VfL Bochum 1848 war gestern mal wieder Murmeltier-Tag. Nach dem schwierigen Auswärtssieg bei Aufsteiger FC Würzburger Kickers fand man sich durchaus überraschend auf dem 2. Tabellenplatz wieder und galt urplötzlich als erster Verfolger des ehemaligen Bundesliga-Dinos HSV, welcher momentan von der Tabellenspitze der 2. Fußball Bundesliga grüßt!

Diese recht optimistische Einschätzung der sportlichen Leistungsfähigkeit wurde dem VfL-Fan unter der Woche sogar durch diverse überregionale Sportmedien suggeriert, bei welchen die Mannschaft von der Castroper Straße spätestens nach dem verpassten Bundesliga-Wiederaufstieg vor knapp 10 Jahren normal nur als sporadischer Bestandteil der Programmvielfalt dient! Deshalb war es vor dem Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth weitaus sinnvoller, einen Blick in die bekannten VfL-Fanforen sowie VfL-Fanblogs zu werfen. Hier kann auch der unerfahrenste Fan ein Gefühl dafür entwickeln, was sich am gestrigen Samstag auf dem Platz ereignen sollte! Letztlich passierte einmal mehr das, was in den letzten Jahren immer passierte, wenn sich der VfL mit einem möglichen weiteren Sieg an der Tabellenspitze etwas nachhaltiger festsetzen konnte…halt eine Never-Ending-Story, die sich regelmäßig wiederholt und fast zur DNA des Clubs gehört! Gegen einen taktisch hervorragend eingestellten sowie formstarken Gegner aus dem Frankenland unterlag man im Corona-Geisterspiel hochverdient mit 0:2 (0:2).

Bei Abpfiff von Schiedsrichter Bastian Dankert musste sich die Reis-Elf die kritische Frage gefallen lassen, warum man so wenig spielerische Substanz und noch viel weniger Selbstvertrauen auf das Spielfeld mitnahm! Das Kleeblatt aus Fürth wurde während der 90 Minuten im Prinzip überhaupt nicht gefordert und hätte vermutlich noch höher gewonnen, wenn VfL-Keeper Manuel Riemann nicht wieder einen überdurchschnittlichen Arbeitstag erwischt hätte!Diese bittere Niederlage sollte man trotzdem nicht zu hoch hängen. Was in dieser unfassbar ausgeglichenen und engen Liga vor dem Spiel galt, gilt ganz sicher auch nach dem Spiel noch…wir befinden uns weiterhin im ersten Saisondrittel, in welchem eine abschließende Prognose über das Abschneiden der Blau-Weißen zu früh kommt! Genau deshalb sollte man das Team weiterhin dabei unterstützen, es bei der nächsten Wiederholung etwas besser zu machen und der Zeitschleife endlich zu entfliehen!

Heimniederlage gegen das Kleeblatt

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 9. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs Fortuna Düsseldorf 5:0 (1:0)

Mit einem deutlichen 5:0 (1:0)-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf kehrt der VfL Bochum 1848 vorerst in die Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga zurück! Bei widrigen äußeren Bedingungen mit dauerhaftem Sprühregen ereignete sich die vermutlich spielentscheidende Szene schon nach vier Minuten. Nach flachem Zuspiel von Danny Blum kommt Simon Zoller im gegnerischen Fünfmeterraum zu spät und verfehlt das runde Leder nur knapp. Während sich die 22 Akteure auf den Düsseldorfer Torabstoss vorbereiten, erhielt Schiedsrichter Frank Willenborg das Signal seines im Kölner Keller unterstützenden Video-Assistenten Johann Pfeifer, der offenbar ganz genau hingeschaut hatte und auf ein vorheriges Foulspiel des Düsseldorfers Kristoffer Peterson hinwies! Die durchweg richtige Konsequenz dieser Beobachtung, Foulelfmeter für den VfL sowie Platzverweis für den F95-Außenverteidiger, bedeutete nicht nur die frühe Führung, sondern auch eine anschließende 85minütige Überzahl der Blau-Weißen im eigenen Stadion!

Wenn man aus VfL-Sicht jetzt tatsächlich das Haar in der ansonsten leckeren Suppe suchen möchte, muss man zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass der Vorteil der Überzahl in der 1. Halbzeit keiner war. Der Gegner aus der NRW-Landeshauptstadt blieb bei seiner defensiven Grundausrichtung sehr diszipliniert, agierte mit einem zusätzlichen Mittelfeldspieler im 4-4-1-System fortan sehr tief und ließ dem VfL damit wenig Raum zur Entfaltung. Da die verbliebenen Offensiv-Fortunen Rouwen Hennings, Edgar Prib und Kenan Karaman zudem auch immer wieder kleine Nadelstiche setzten, kam die VfL-Offensive nicht wirklich ins Rollen!In der 2. Halbzeit sollte sich dieser leichte Anflug von Kritik allerdings als „Jammerei auf ganz hohem Niveau“ relativieren.

Mit einer bärenstarken Leistung nahm die Elf von Thomas Reis ihren Gegner vom Flinger Broich förmlich auseinander, siegte auch in der Höhe völlig verdient und konnte nach dem Spiel beruhigt die Grönemeyer-Frage stellen: „Wer wohnt schon in Düsseldorf? “Insbesondere mit den zwei vergangenen Auftritten beim HSV und gegen die Düsseldorfer Fortuna hat die Bochumer Mannschaft um 200-Spiele-Jubilar Anthony Losilla bewiesen, dass sie höheren Ansprüchen in der 2. Bundesliga grundsätzlich genügt. Die kommenden Spiele gegen weitere Spitzenteams wie Holstein Kiel und dem SC Paderborn 07 werden zeigen, ob die Messlatte auf dieser Höhe richtig hängt! Leider fehlten am gestrigen Montag aber auch wieder die Menschen, welche die Faszination Fußball speziell im Profisport ausmachen und ein Stadion zum Leben erwecken: DIE FANS! Nach langen zehn Monaten Corona-Pandemie ist die Sehnsucht nach absoluter Normalität größer denn je!Wäre es am Beispiel des gestrigen Spieles nicht schön gewesen, wenn unser Vonovia Ruhrstadion mit 25.000 Zuschauern nahezu ausverkauft gewesen wäre?? Wenn die mitgereisten 2000 Düsseldorfer Fans auf dem Fanmarsch zum Stadion den Verkehr auf der Castroper Straße lahmgelegt und nach dem Spiel ihre eigene Mannschaft beschimpft hätten?? Wenn in der begeisterten Ostkurve der Evergreen „So gehen die Bochumer“ getanzt worden wäre?? Wenn Ritterburg, Haus Frein, das Stadioneck und die Kotelettschmiede aus allen Nähten geplatzt wären?

Kantersieg im NRW-Duell gegen die Fortuna

Die Spieltage 10-15, in welchen der VfL den NRW-Rivalen aus Paderborn sowie die Schnatterer-Elf aus Heidenheim besiegte, musste ich aus gesundheitlichen Gründen leider im Fernsehen verfolgen.

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 16. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs 1. FC Nürnberg 3:1 (1:1)

Mit dem 3:1 (1:1)-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg grüßt der VfL Bochum 1848 am 16. Spieltag mindestens bis Montagabend von der Tabellenspitze der 2. Fußball Bundesliga.

Um diese sportliche Momentaufnahme realistisch einordnen zu können, muss man zunächst einen Blick auf die vergangenen 10 Zweitliga-Spielzeiten werfen, in denen die Mannschaft von der Castroper Straße das so arg benötigte „positive Adrenalin“ im Fanherz nur punktuell aktivieren konnte.Eine ganz zentrale Rolle spielt hier vermutlich der verpasste Aufstieg in der Relegation 2011, der das abrupte Ende der eindrucksvollen Serie von direkten Wiederaufstiegen bedeutete und eine nahezu komplette Neuausrichtung des Vereins in der 2. Bundesliga zur Folge hatte.Plötzlich war man nicht mehr der gefühlte Erstligist, der die Schweinfurter, Babelsberger oder Reutlinger auf direktem (Rück-)Weg in die Bundesliga mit Kantersiegen abfertigte. Die vermeintlich kleinen Gegner wie der VfR Aalen 1921 e.V. oder der mittlerweile sogar etablierte SV Sandhausen 1916 e.V. besuchten nun das Vonovia Ruhrstadion und nahmen in schöner Regelmäßigkeit verdient die Punkte mit…natürlich ganz zu Freude der mitgereisten 5 bis 10 Anhänger im gähnend leeren Gästeblock, die sich fast schon diebisch über Siege bei einem ehemals stolzen Bundesligisten freuten. Für das Bochumer Fanherz war diese neue Art der Wahrnehmung natürlich schwer zu ertragen. Es dauerte mehrere Jahre, bis man die Rolle des durchschnittlichen Zweitligisten verinnerlichte und eine neuerliche Niederlage gegen die aufstrebenden Zweitliganeulinge dieser Welt mit Fassung und etwas Humor hinnahm.

Trotz dieser mentalen Umwandlung waren die vergangenen knapp 10 Jahre nie langweilig und trieben den Fiege-Pils-Konsum eher nach oben. Finanzielle Probleme, polarisierende Sportdirektoren, laktoseintolerante Spieler und teils knurrige Trainer sorgten dafür, dass der VfL mit einem Auge eher in die 3. Liga schielte, als sich höheren Zielen zu widmen.Wer sich in meinen Worten bis hierhin wiederfindet, wird mir möglicherweise beipflichten, dass in der aktuellen Saison 2020/2021 „auf dem Platz“ irgendetwas anders ist.Die Mannschaft von Trainer Thomas Reis ist mit 20 Punkten aus 9 Spielen im Ruhrstadion heimstark wie schon lange nicht mehr. Sie wirkt bis auf wenige Ausnahmen in jedem Spiel fokussiert, spielerisch überlegen und unglaublich abgezockt. Zudem ist man als Fan von dieser schier unfassbaren Effizienz erschrocken, mit welcher das Team immer dann trifft, wenn es dringend notwendig ist. Auch hat man durchgängig das Gefühl, dass die Mannschaft während des Spiels taktisch und physisch noch mal „nachlegen“ kann. Während frühe Rückstände in der Vergangenheit fast immer eine Niederlage einzementierten, zeigt sich die Truppe von der Castroper Straße nun oft unbeeindruckt und schlägt eiskalt zurück. Selbstverständlich benötigt man für diese Momente auch eine gesunde Portion Spielglück, ich denke aber, dass so etwas mit Einstellung, Motivation und mentaler (Form-)Stärke auch mal zu erzwingen ist. Zusammengefasst kann man sagen, dass die „Performance“ bis hierhin mehr als stimmt. Dazu gesellen sich die in Bochum gefürchteten düsteren Legenden, die sich nachhaltig in die Gehirne eingebrannt haben und gerade bei den immer noch skeptischen Fans fortwährend für Unbehagen sorgen. Diese ungeschriebenen Regeln besagen, dass sich der VfL im Herbst einen guten Start immer selbst kaputt macht, die wichtigen 6-Punkte-Spiele nie gewinnt und grundsätzlich immer irgendwann einbricht.

Leider habe auch ich keine Glaskugel, die mir verrät, was weiterhin passieren wird. Fakt ist aber, dass der Herbst hinter uns liegt, das erste 6-Punkte-Spiel gewonnen wurde und nach dem kommenden Auswärtsspiel in Sandhausen bereits die Rückrunde beginnt. Zu diesem durchaus aussagekräftigen Zeitpunkt steht der VfL das erste Mal seit 2005 auf einem direkten Aufstiegsplatz (damals Platz 3). Allein dies dürfte die Bochumer Mädchen und Jungen dazu veranlassen, an das Team zu glauben und das „blau-weisse Licht“ jetzt mal vorsichtig aus dem Keller nach oben zu holen…zurückbringen kann man es noch früh genug!

Heimsieg gegen die Clubberer

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 19. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs Karlsruher SC 1:2 (0:1)

Schon vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC legte das Gesetzbuch der Wahrscheinlichkeit fest, dass der VfL Bochum 1848 in der laufenden Saison trotz vieler Erfolgserlebnisse sicher nochmal verlieren wird!Diese letztlich nüchterne Phrase, die das rosarote Sparschwein im SPORT1-Doppelpass mit weiteren drei Euro Münzgeld gemästet hätte, soll im heutigen Spieltags-Blog das nachfolgend aufgeführte Feuerwerk der explosiven (Fußball)-Interview-Weisheiten zünden:

1. Die Niederlage kommt zur richtigen Zeit!

2. Die Niederlage war ein Warnschuss, um nicht in der Komfortzone stecken zu bleiben!

3. Die Liga ist so ausgeglichen, da kann weiterhin jeder jeden schlagen!

4. Du musst jede Woche an deine Grenzen gehen!

5. Mund abwischen und weiter gehts!

6. Der Gegner hat heute einfach mehr aus seinen wenigen Chancen gemacht!

7. Wir haben die Standardsituationen nicht gut genug verteidigt!

8. Wir werden wieder aufstehen, die Niederlage macht uns nur stärker!

9. Am Ende des Tages gab es nur drei Punkte zu gewinnen!

10. Wir haben unsere PS einfach nicht auf den Platz bekommen!

Mit diesen recht globalen Universalaussagen für wirklich alle Fälle wäre selbstverständlich auch die heutige 1:2 (0:1)-Niederlage des VfL gegen einen giftigen Gast aus Baden-Württemberg schnell und unkompliziert abzuhandeln.Obwohl eine weitaus detailliertere Analyse möglich wäre, möchte ich es heute bei der positiv oberflächlichen Betrachtung belassen. Diesen Vertrauensvorschuss hat sich die Mannschaft nach zuletzt sieben ungeschlagenen Spielen und einer überragenden Hinrunde mit Sicherheit verdient!

Eine bittere Niederlage gegen den KSC

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 20. Spieltag; VfL Osnabrück vs VfL Bochum 1848 1:2 (0:2)

Im andauernden „Corona-Geister-Spielbetrieb“ gibt es durchaus Stadien, in welchen die schwierige Gesamtsituation noch ein wenig trauriger wirkt. Hierbei handelt es sich um diese typischen „Citygrounds“, die schon vor der Ankunft eines finanzkräftigen Immobilienspekulanten existierten und das dazugehörige, zumeist äußerst visionäre, Innenstadt-Bauprojekt damit unmöglich machten. Die Heimspielstätte des VfL Osnabrück ist hierfür fast schon ein Paradebeispiel. Das altehrwürdige Stadion an der Bremer Brücke wurde im Jahr 1933 eröffnet und liegt unweit des Osnabrücker Hauptbahnhofes inmitten eines Wohngebietes! Mit Ausnahme der „neuen“ Nordtribüne und den vorhandenen VIP- und Funktionsbereichen wirkt das Stadion speziell im Außenbereich schon etwas abgerockt, ermöglicht damit aber auch die ultimative Reise in die guten alten Zeiten der 1980er- und 1990er-Jahre…kurzum ein tolles traditionelles Stadion fürs Herz!

Gerade hier fehlen am (Geister-)Spieltag die vollgeparkten Nebenstraßen, die Schwarzhändler für Dosenbier und natürlich die bis zu 16.000 Zuschauer, die das Wohnviertel um die Scharnhorststraße mit Leben füllen und die Faszination „Stadionbesuch“ ausmachen. Am gestrigen Samstagmittag gab es an der Bremer Brücke das einzige VfL-Duell der 2. Fußball Bundesliga zwischen dem lila-weißen VfL aus Osnabrück und meinem blau-weißen VfL Bochum 1848, der systembedingt in Flutlicht-Rot antreten musste! Nach Anpfiff des Essener Schiedsrichters Sven Waschitzki drückte der Bochumer VfL ordentlich aufs Tempo und brachte die Hausherren ein ums andere Mal in Verlegenheit. Als Auszug dieser Überlegenheit ging es mit einer 2:0-Halbzeitführung in die Kabine, die zwar gefühlt um ein bis zwei Tore zu niedrig ausfiel, aber auch ein wenig trügerisch erschien. Gerade zum Ende der 1. Hälfte besaßen die spielerisch unterlegenen Gastgeber zwei bis drei hervorragende Einschussmöglichkeiten, nach welchen Bochums Keeper Manuel Riemann seine Vorderleute eindrücklich und gewohnt lautstark ermahnen musste.

In der 2. Halbzeit versuchten die Osnabrücker das, was nahezu jede Heimmannschaft auf diesem Planeten bei Rückstand zur Pause versucht. Die Violetten wechselten das Personal im umkämpften Mittelfeld aus…erhöhten den Einsatz, um besser in die Zweikämpfe zu kommen…und „gewannen“ dadurch größere Spielanteile, Sicherheit sowie die ein oder andere gefährliche Standardsituation. So kamen die Osnabrücker eine knappe halbe Stunde vor dem Ende durch einen schön ausgeführten Freistoß zum Anschlusstreffer und drückten fortan auf den Ausgleich. Den gab es bis zum Abpfiff aber nicht mehr, da die Bochumer bis auf ein paar „Wackler“ schlichtweg nichts zwingendes der kopflosen Gastgeber mehr zuließen! Letztlich war es ein verdienter Auswärtssieg für den VfL Bochum 1848, der in dieser Saison sicher immer mal wieder das glückliche Momentum auf seiner Seite hat, in vielen Spielen aber auch unfassbar kühl und routiniert wirkt. Gerade solche schmutzigen Siege sind für eine erfolgreiche Saison unabdingbar, schließlich steht die Pflicht vor der Kür!Zudem muss man feststellen, dass das typische „Gegner-Aufbau-Syndrom“ des VfL in dieser Saison-Phase vorübergehend medikamentös abgestellt wurde. Schließlich wäre gestern mit Sicherheit der richtige Zeitpunkt gewesen, den mental angeschlagenen Gegner, der in den vergangenen sechs Heimspielen als Verlierer vom Platz ging, mit dummen Fehlern wieder etwas aufzupäppeln.

Rote Bochumer siegen im VfL-Duell an der Bremer Brücke

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 21. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs Eintracht Braunschweig 2:0 (2:0)

Der Arbeitssieg ist gemäß der Definition ein nur mit Mühe errungener Erfolg gegen einen eigentlich unterlegenen Gegner. Ganz soweit möchte ich nach dem letztlich ungefährdeten 2:0 (2:0)-Erfolg des VfL Bochum 1848 über Eintracht Braunschweig zwar nicht gehen, will aber auch gar nicht wissen, wie sich der Spielverlauf bei einem Ausgleich der Gäste während ihrer besten Phase Mitte der ersten Halbzeit entwickelt hätte. Glücklicherweise entschärfte VfL-Keeper Manuel Riemann den durchaus platzierten Foulelfmeter des Braunschweiger Koreaners Dong Won Ji einmal mehr überragend und hielt die frühe Bochumer Führung damit fest in seinen Händen (25.).

Für diese Führung sorgte der wertvollste Spieler der 2. Bundesliga, Armel Bella Kotchap, als er eine Zulj-Ecke per Kopf in die Maschen hämmerte (8.). Übrigens das erste Profi-Tor für den 19jährigen Innenverteidiger! Zudem agierte der VfL trotz gelegentlicher Flüchtigkeitsfehler weiterhin im Stil einer Spitzenmannschaft. Inmitten der bereits angesprochenen starken Phase des Tabellenvorletzten erhöhte der VfL fast schon aus dem Nichts auf 2:0. Bochums starker Spielmacher Robert Zulj bediente den im Strafraum eingelaufenen Außenverteidiger Danilo Soares, welcher eiskalt zum Halbzeitstand traf (32.).

In der 2. Halbzeit wechselte Braunschweigs Trainer Daniel Meyer sein Offensivpersonal „peu a peu“ aus und hoffte mit Spielern wie Nick Proschwitz, Martin Kobylanski oder Yari Otto auf ein druckvolles Übergewicht in der Offensive. Um es vorweg zu nehmen…diese Massnahme blieb völlig wirkungslos. Der VfL spielte seinen Stiefel recht glanzlos herunter und hätte durchaus noch etwas für das Torverhältnis tun können. Aber weder Zulj noch der eingewechselte Silvere Ganvoula konnten ihre hochkarätigen Chancen verwerten und diesen Valentinstag noch ein Stückchen perfekter machen. Mit dem siebten Heimsieg setzt sich die Mannschaft von Thomas Reis weiterhin in der Spitzengruppe fest und ist nun punktgleich mit Tabellenführer HSV. Zudem hat man im Quervergleich zur sehr guten Hinrunde bereits vier Punkte mehr auf dem Konto. Zum Abschluss ausnahmsweise einmal die Ehrung zum „Spieler des Tages“. Die geht heute an den Greenkeeper und die weiteren Mitarbeiter des VfL, welche trotz des Schneechaos für hervorragende Bedingungen auf einem gut bespielbaren Platz gesorgt haben.

Eis und Schnee rund ums Ruhrstadion

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 23. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs. FC Würzburger Kickers 3:0 (1:0)

Am 23. Spieltag der laufenden Zweitligasaison gastierte mit dem FC Würzburger Kickers das Tabellen-Schlusslicht an der Castroper Straße!

Die Mannschaft vom Dallenberg hat in dieser Saison schon so einiges erlebt. Ein mit neun Zählern äußerst mageres Punktekonto nach der Hinrunde, mit Bernhard Trares bereits den dritten Cheftrainer in dieser Spielzeit auf der Bank und einen Spielerkader, der durch den allmächtigen Generalmanager Felix Magath wie zu alten Schalker Zeiten zusammengestellt wurde…also Alter, Routine und Erfahrung vor Jugend, Vision und Nachhaltigkeit. Allein zu Beginn der Rückrunde sorgte Magath für leuchtende Augen bei dem einen oder anderen Spielervermittler, als er den Kader mit Spielern wie Rolf Feltscher (30), Christian Strohdieck (33) und dem mittlerweile ergrauten Sturmriesen Stefan Maierhofer (38) noch ein bisschen mehr aufpumpte.

Zumindest scheint das Magath‘sche System kurzfristig einmal mehr zu funktionieren. In der Rückrunde konnten die Würzburger mit den erfahrenen Spielern bereits sechs Punkte holen und die Distanz auf den Relegationsrang machbar verkürzen. Hierbei siegte man gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf, den ehemaligen Bundesliga-Dino HSV und unterlag den beiden Aufstiegskandidaten Holstein Kiel und SpVgg Greuther Fürth nur aufgrund äußerst fragwürdiger Elfmeterentscheidungen. Genau deshalb verspürte der nervöse VfL-Fan vor dem Spiel gegen die Kickers ein starkes Grummeln in der Magengegend! Wie würde das Team von Thomas Reis die 0:1-Niederlage in Aue gegen den formstarken Tabellenletzten wegstecken?

Bei der Antwort auf diese Frage kann ich mich heute überraschend kurz halten: „Routiniert und abgeklärt wie ein Aufstiegskandidat“! Durch Tore von Robert Zulj (21.), Danny Blum (62.) und Gerrit Holtmann (81.) siegte der VfL leicht und locker mit 3:0 (1:0) und setzte sich mindestens bis Montagabend an die Tabellenspitze der 2. Fußball Bundesliga. Wenn man überhaupt ein Haar in der Suppe zum gestrigen Spiel suchen möchte, dann muss man kritisieren, dass die Chancenauswertung gegen Würzburgs Keeper Hendrik Bonmann eher suboptimal war. Irgendwie fehlte der Mannschaft gestern die Lust auf einen Kantersieg.

Stadionpanorama gegen die Würzburger Kickers

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 25. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs Hamburger SV 0:2 (0:1)

Der einst ruhmreiche Europapokalsieger und ehemalige Bundesliga-Dino Hamburger SV befindet sich mittlerweile im dritten Zweitligajahr. Trotz regelmäßig auftretender Unstimmigkeiten in den Führungsgremien, einer hohen Fluktuation auf dem Trainerstuhl und den recht amüsanten Boulevard-Geschichten über einen milliardenschweren Sponsor „alter Schule“ wird der Verein von seinen gegenwärtigen Gegnern immer noch sehr respektvoll und fast schon etwas zu demütig als das „Bayern München der 2. Liga“ wahrgenommen.

Dies mag grundsätzlich zwar stimmen…gerade dann, wenn man mit den Augen eines Fußball-Romantikers auf den klangvollen Vereinsnamen, das imposante Stadion, die unendlich große Fanbase und die vielen Erfolge des Clubs aus der Weltstadt Hamburg blickt. Die auf den sportlichen Bereich fokussierte Realität sieht meines Erachtens aber etwas anders aus. Trotz des gestrigen 2:0 (1:0)-Sieges bei meinem VfL Bochum 1848 muss ich feststellen, dass dies der schlechteste HSV war, den ich in drei Spielzeiten der 2. Fußball Bundesliga im Bochumer Vonovia Ruhrstadion sehen durfte. Gerade der hochgelobte Offensivbereich um den allgegenwärtigen Simon Terodde schaffte es zu keiner Phase des Spiels, die Bochumer Defensive nachhaltig zu beschäftigen. Hierbei darf nicht verschwiegen werden, dass die HSV-Raute aufgrund des dummen aber auch völlig korrekten Platzverweises für Bochums Danny Blum gut 60 Minuten in Überzahl agierte und hierbei so kreativ wirkte, wie ich beim Malen eines Aquarells.

So reichte den Hamburgern, die insgesamt sehr nickelig auftraten, eine gefährliche Standardsituation sowie ein Konter in der Schlussphase, um die drei Punkte mit einer kompakten Defensive an die Alster zu entführen. Trotz der bitteren und enttäuschenden Niederlage hat mich der VfL gestern vollends überzeugt. Trotz Unterzahl blieb man gegen das „dominante Schwergewicht“ aus Hamburg die spielbestimmende bzw. bessere Mannschaft und scheiterte letztlich nur, weil man in der Offensive keinen richtigen Punch mehr entwickeln konnte. Zudem hatten die verbliebenen Offensivakteure in den wenigen Torchancen nicht das nötige Glück, was man bei Rückstand in Unterzahl einfach mal benötigt. Die Einstellung und auch die spielerische Darbietung haben bei all den Widrigkeiten gestern absolut gestimmt. Letztlich waren es die bereits angesprochenen individuellen Gründe, die zur Niederlage führten. Deshalb lege ich mich fest, der VfL wird aufsteigen, der HSV nicht.

An diesem Abend siegte der HSV

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 26. Spieltag; Fortuna Düsseldorf vs VfL Bochum 1848 0:3 (0:2)

Ein Auswärtsspiel in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf war zu Zeiten des normalen Lebens immer eine wohltuende Alternative zu den Fahrten nach Aue, Heidenheim oder Sandhausen. Eine kurze Fahrt über die Ruhrtalbrücke, ein Altbier an der längsten Theke der Welt und ein schönes Stadion mit großer (Auswärts-)Kulisse waren nette Begleiterscheinungen für einen zumeist stimmungsvollen Nachmittag…dieses NRW-Derby schmeckte halt immer eher nach Bundes- statt zweiter Liga!

Zudem war das Rhein-Ruhr-Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und meinem VfL Bochum 1848 eines der ersten Spiele, das ich als Jugendlicher ganz ohne elterlichen Beistand besuchen durfte und somit fest in meinen Erinnerungen verankert ist. Am 32. Spieltag der Bundesliga-Spielzeit 1990/1991 lag der VfL nach den Düsseldorfer Treffern von Jörn Andersen, Martin Spanring und Thomas Allofs nach einer halben Stunde nahezu aussichtslos mit 0:3 zurück. Trotz eines Anschlusstreffers von Michael Rzehaczek schmeckte das Halbzeit-Altbier nur bedingt. Die zweite Hälfte war vor nur 11.000 Zuschauern in der alten Betonschüssel Rheinstadion dann eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Innerhalb von 21 Minuten drehten Jupp Nehl, Dirk „Putsche“ Helmig und Funny Heinemann mit ihren Toren das Spiel und sorgten für einen vielumjubelten 4:3-Auswärtssieg. Ein denkwürdiger Freitagabend im Mai des Jahres 1991, an dem ich viel zu spät zu Hause war und dementsprechend jede Menge Ärger wegstecken musste.

Auch in der aktuell andauernden Geisterspielserie hatte die Begegnung am vergangenen Montag jede Menge Zündstoff zu bieten. Auf der einen Seite Bundesliga-Absteiger Fortuna, der freundlich gesagt eine sehr unbeständige Saison spielt und mit einem Sieg gegen die Mannschaft „vonne Castroper“ die vielleicht letzte zarte Aufstiegschance nutzen wollte. Dem gegenüber stand ein VfL, der nach der Niederlage gegen den HSV sofort wieder auf die Überholspur wollte, aber auch nicht genau wusste, ob schon wieder genügend Benzin im Tank ist. Obwohl der VfL gegen eine starke Fortuna in den ersten Minuten sehr sorglos in der Defensive agierte und einige brenzlige Situationen überstehen musste, zeigten die Blau-Weißen in der Folge ihre Klasse als Team! Die schnellen Angriffe über die Aussenpositionen, ein spielstarkes offensives Mittelfeld sowie ein unfassbar effektiver und eiskalter Sturm können auch mal die ein oder andere Schwäche im Abwehrverbund kompensieren. Dazu gesellt sich mit Manuel Riemann ein Torhüter, der nicht nur ein absoluter Führungsspieler ist und diese Saison überragend hält, sondern mit seinen millimetergenauen Pässen über das gesamte Spielfeld auch viele gefährliche Aktionen seiner Feldspieler einleitet.

Nach Toren von Simon Zoller (12.), Gerrit Holtmann (35.) und Joker Soma Novothny (87.) stand am Ende ein verdienter 3:0 (2:0)-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel der MERKUR SPIEL-ARENA…ein Erfolg, der vielleicht etwas zu hoch erschien, aber aufgrund dieser neuen Art der „Abgezocktheit“ völlig verdient war. Mit dem Sieg kehrt der VfL zu Beginn der Länderspielpause an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga zurück und darf weiterhin vom Aufstieg träumen. Genau dies kann ich uns Fans nun auch endgültig empfehlen…denn träumen darf man in der schwierigen Coronazeit auf jeden Fall.

Ein Meilenstein auf dem Weg zum Aufstieg

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 27. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs Kieler SV Holstein 2:1 (1:0)

Was wäre eigentlich wenn?? Wenn die Corona-Pandemie nur ein äußerst unangenehmer Albtraum gewesen und unser VfL Bochum 1848 am gestrigen Ostersamstag unter regulären Bedingungen als Tabellenführer in das Zweitliga-Spitzenspiel gegen Holstein Kiel gegangen wäre?

Zunächst einmal hätte der glückliche Inhaber einer Eintrittskarte früh aufstehen müssen, um für das Bier vor dem Spiel den perfekten Platz in den angrenzenden Gaststätten wie der Ritterburg Bochum, dem Stadion-Eck, dem traditionsreichen Haus Frein oder dem beliebten Vereinsheim des SV Bochum-Vöde ergattern zu können. Nach einem letzten großen Schluck Moritz Fiege aus dem Glas hätte man sich ca. 30-45 Minuten vor Spielbeginn mit erhöhtem Herzschlag auf den eigentlich kurzen Fußweg in Richtung Stadion begeben, der bei plötzlich eintretendem und sehr starkem Harndrang zuweilen aber leider auch mit dem beschwerlichen Jakobsweg nach Santiago de Compostela vergleichbar ist. Bei Ankunft am Stadion noch schnell mit der wieder mal viel zu hell gebratenen Dönninghaus-Bratwurst eine Unterlage schaffen, rein in den Tempel und ab geht die Post…einfach mal Mensch sein.

Das Vonovia Ruhrstadion wäre acht Spieltage vor Saisonende bei der momentanen Tabellenkonstellation mit 27.599 Zuschauern vermutlich restlos ausverkauft gewesen und spätestens nach Simon Zollers früher Führung explodiert. Leider ist die Corona-Pandemie ein greifbarer und reeller Albtraum, der uns alle auch am zweiten Osterfest in Folge die Luft abschnürt und weiterhin keine Zuschauer in Deutschlands Stadien zulässt!

Nichts desto trotz blieb der VfL auch im Spitzenspiel des 27. Spieltages der Saison 2020/2021 auf Aufstiegskurs und besiegte die Kieler Störche mit 2:1 (1:0). Speziell in den ersten 10 Minuten konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Mannschaft von Thomas Reis den Gast von der Ostseeküste einfach überrollt und nach der bereits angesprochenen Führung von Zoller (5.) einen Kantersieg einfahren wird. Den gab es letztlich nicht, da die Gäste diese Schwächephase mit Glück und etwas Geschick überstanden und sich im Defensivverbund bis zum Halbzeitpfiff stabilisierten. Dennoch blieb der VfL über 75 Minuten die dominierende bzw. tonangebende Mannschaft und ließ mit Zollers zweitem Treffer (60.) keinen Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel gewinnen wird. Die Schlussviertelstunde war dann ein offener Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Kieler, die nach fünf Spielerwechseln nun alles nach vorne warfen und nach Mühlings Elfmeter-Anschlusstreffer (81.) fast noch zum Ausgleich gekommen wären. Vermutlich hatte dieses offensive Aufflackern der Kieler aber auch unmittelbar mit Schiedsrichter Martin Petersen zu tun, der bei diversen Bochumer Spielen in der jüngeren Vergangenheit keine gute Figur abgab. Auch gestern pfiff Petersen über weite Strecken unerwartet gut und ließ viele Aktionen laufen. Was dann aber in dieser Schlussviertelstunde passierte, war so nicht zu erwarten. Der Unparteiische verlor komplett seine Linie und traf Entscheidungen, die fast schon abstrus anmuteten und den VfL verunsicherten. Dank des gewohnt starken Torhüters Manuel Riemann retteten die Blau-Weißen den Sieg über die Ziellinie und bleiben an Ostern souveräner Tabellenführer der 2. Fußball Bundesliga. Das tut uns Bochumer Mädchen und Jungen einfach nur gut!

Anne Castroper…unser Zuhause

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 29. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs. Hannover 96 4:3 (2:1)

Der dramatische 4:3 (2:1)-Erfolg des VfL Bochum 1848 gegen Hannover 96 bietet mit Sicherheit genug Futter für eine eingehende Analyse und angeregte Diskussion. Warum fehlte Bochums beständiger Linksverteidiger Danilo Soares völlig überraschend im Spieltagskader? Warum ließ sich die Mannschaft von Thomas Reis nach starkem Beginn von den Gästen aus Niedersachsen beeindrucken? Wie schafft sie es, nach Rückschlägen immer wieder zurückzukommen und Spiele in einer schier unglaublichen Leichtigkeit zu drehen? Warum hatte VfL-Keeper Manuel Riemann beim 2:3-Anschlusstreffer der Roten ein richtig schlechtes Timing beim Rauslaufen? Warum trifft Marvin Ducksch immer wieder gegen den VfL? Welchen Frühling erlebt der 33jährige Robert Tesche und was frühstückt er eigentlich? Und was zum Teufel war da in der Nachspielzeit los, als sich elf demoralisierte Bochumer ein letztes Mal in Richtung Gästetor aufmachten?

Fragen über Fragen…mit welchen ich mich nach diesem irren Spiel heute gar nicht beschäftigen möchte. Wir befinden uns fünf Spieltage vor Ende der Spielzeit, der VfL ist weiterhin Tabellenführer und kommt jetzt in eine Phase, in der taktische Fehler und wahnsinnige Spielverläufe mit rationaler Denkweise überhaupt nicht mehr zu erklären sind. Falls der Aufstieg tatsächlich gelingen sollte, wird dieses Spiel als Meilenstein und wichtigster Sieg der Saison gelten! Genau deshalb heißt es heute einfach mal durchatmen und genießen…schließlich geht der Wahnsinn schon am kommenden Mittwoch auf der Heidenheimer Ostalb weiter! Der Traum vom Bochumer Aufstieg nach elf durchaus schwierigen Zweitligajahren lebt….Eine Frage beschäftigt mich dann am Ende aber doch: Was hätte sich in einem ausverkauften Ruhrstadion ereignet, als Robert Tesche in der 2. Minute der Nachspielzeit ins Hannoveraner Tor einköpfte?

Ein erschöpfter Simon Zoller nach seiner Auswechselung

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 32. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs SSV Jahn Regensburg 5:1 (2:1)

Am gestrigen Sonntag, gegen kurz vor halb vier, ist vermutlich auch der letzte VfL-Fan, blau-weiße Sympathisant oder Einwohner Bochums zu einer ganz wichtigen Erkenntnis gelangt: Der VfL Bochum 1848 kann nach einer schier unendlichen Durststrecke von 11 Jahren Unterhaus tatsächlich auf direktem Wege in die 1. Fußball Bundesliga zurückkehren. Und dies nicht irgendwann, sondern vielleicht schon Mitte dieser Woche, am nächsten Sonntag oder aber spätestens in zwei Wochen….jedenfalls in absehbarer Kürze! Bereits während des gestrigen Spieles gegen den SSV Jahn Regensburg konnte man im Inneren des Ruhrstadions zu Beginn der zweiten Halbzeit die ein oder andere Autohupe hinter der Südtribüne vernehmen. Während man anfänglich noch von begeisterten Zufalls-Vorbeifahrern und einem leicht erhöhten Verkehrsaufkommen ausgehen musste, war spätestens beim Foulelfmeter von Silvere Ganvoula in der Nachspielzeit klar, dass auf der Castroper Straße eine Lawine der guten Laune mit südländischen Verhältnissen rollte, die vermutlich eher zu Neapel als Bochum passen würde.

Obwohl mit dem 5:1 (2:1)-Sieg gegen den Gast aus der Oberpfalz in der Aufstiegsfrage noch nichts entschieden ist, herrschte bei vielen ausgehungerten und begeisterten Fans eine Euphorie, die diese Stadt im Jahr des 700. Geburtstages nur zu gut gebrauchen kann und sicherlich Auftrieb geben dürfte. Auch gut eineinhalb Stunden nach Spielende dauerte der Stau mit Gehupe „anne Castroper“ an und ist der Beweis dafür, dass man in diesen Zeiten auch coronakonform seine Freude zum Ausdruck bringen kann. Vermutlich war dieser Ausbruch der Emotionen aber auch irgendwie überfällig, schließlich zeigten sich die VfL-Fans in den letzten Wochen mehr als diszipliniert und in Bezug auf die Corona-Pandemie durchaus feinfühlig! Auch wenn es gestern zu gelegentlichen Abstandsunterschreitungen und den damit verbundenen Maskenproblemen kam, blieb speziell am angrenzenden Impfzentrum alles im Rahmen! Nun bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft von Thomas Reis diese überragende Saison in den verbleibenden zwei Spielen beim 1. FC Nürnberg und gegen den SV Sandhausen 1916 e.V. mit dem Aufstieg krönt. Bis dahin heißt es, Hygieneregeln einhalten, Daumen drücken, mitfiebern, Ruhe bewahren, demütig bleiben und am Ende vor Freude ausrasten!

Keine Chance für den Jahn

2. Fußball Bundesliga 2020/2021, 34. Spieltag; VfL Bochum 1848 vs SV Sandhausen 1916 3:1 (1:0)

„Mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe brachen im Bochumer Ruhrstadion alle Dämme!“

Nein…dies ist leider keine aktuelle Schlagzeile zur sportlichen Wiederauferstehung unseres VfL, sondern ein Auszug des bislang letzten Spiels des Clubs von der Castroper Straße in der 1. Fußball-Bundesliga. In diesem Alles-oder-Nichts-Saisonfinale unterlag die Mannschaft von Interimstrainer Dariusz Wosz den Gästen von Hannover 96 sang- und klanglos mit 0:3 (0:3) und verfehlte damit den möglichen Klassenerhalt. Nach Abpfiff entlud sich die geballte Wut der enttäuschten Fans in voller Ausbreitung. Brennende Fanschals am Zaun, erhebliche Sachbeschädigungen in den Toilettenbereichen sowie ein Platzsturm sorgten an diesem frühen Abend des 08.05.2010 für einen latenten Hauch von Pfefferspray in der Ostkurve sowie der angrenzenden Haupttribüne. Obwohl man als VfL-Fan zur damaligen Zeit durchaus mit der Abstiegsthematik vertraut war und ein sofortiger Wiederaufstieg selbstverständlich erschien, reichte es in der darauffolgenden Zweitliga-Saison nur zu einem dritten Platz und der verlorenen Aufstiegsrelegation gegen Borussia Mönchengladbach.

Die folgenden 4034 Tage, 96.816 Stunden, 5.808.960 Minuten oder gut 11 Jahre verbrachte der VfL seinen grauen Alltag in der 2. Fußball-Bundesliga…eine Zeit, die gerade für die „erstligagewohnten“ Anhänger nicht immer einfach war. Während man in den vorherigen und kurzfristigen Zweitligaperioden der 1990er-Jahre seine überforderten Gegner regelmäßig in Grund und Boden spielte und immer als gefühlter Erstligist wahrgenommen wurde, war man irgendwann nur noch ein finanzschwacher Traditionsverein von vielen, gegen den sogar der kleinste Zweitligaaufsteiger vom Dorf gerne mal dreifach punktete. Kurzum, man war der 3. Liga oft viel näher als der Ersten und sah die einstigen Rivalen aus Dortmund und Gelsenkirchen über Jahre nur noch mit dem Fernglas! Selbst vor einem guten Jahr, im Februar 2020, sah es nicht unbedingt nach großem Aufschwung aus. Mit einem 4:4-Unentschieden gegen den SV Sandhausen 1916 e.V., übrigens dem letzten normalen Heimspiel mit voller Zuschauerauslastung, hing die Mannschaft des noch frischen Trainers Thomas Reis auf dem 15. Tabellenplatz fest und musste sich ein weiteres Mal dem Zweitliga-Abstiegskampf widmen. Bevor dieser Klassenkampf aber so richtig beginnen konnte, setzte die allgegenwärtige Corona-Pandemie ein, eine weltweite Krise, die uns allen auch heute noch zusetzt! Der gesamte deutsche Profifußball musste in eine zweimonatige Spielpause und war bei seiner Rückkehr mit den traurigen Geisterspielen nicht mehr so, wie wir ihn kannten und liebten.

Plötzlich war alles anders…offensichtlich auch die sportliche Ausrichtung des VfL, der überraschend von Erfolg zu Erfolg eilte, am Ende der Saison 2019/2020 auf einem ordentlichen 8. Tabellenplatz landete und mit der Abstiegsfrage so gar nichts mehr zu tun hatte! In dieser Phase konnte man sogar einen Titel sammeln, der zwar nur inoffizieller Natur war, aufgrund der starken Punktausbeute nach Re-Start aber auch richtig gut tat: Zweitliga-Corona-Geisterspiel-Meister 2020! Wer konnte in der Folge tatsächlich erahnen, dass sich dieses moderne Märchen auch in folgenden Spielzeit fortsetzen sollte? Der VfL spielte einfach so erfolgreich weiter, holte überragende 67 Punkte und stieg am vergangenen Sonntag mit der echten „Meisterfelge“ völlig verdient in die erste Fußball-Bundesliga auf…und das ausgerechnet mit einem 3:1 (1:0)-Sieg gegen aufopfernd kämpfende Sandhäuser, dem letzten Gegner vor Beginn der Corona-Spielpause 2020.

Die Mannschaft aus dem Speckgürtel Heidelbergs bot mit dem mittlerweile 38jährigen Ersatztorwart Philipp Heerwagen sogar einen Spieler auf, der im oben beschriebenen letzten VfL-Erstligaspiel vor 11 Jahren noch das Trikot der Blau-Weissen trug.

Mit diesem letzten „Funfact“ schließt sich nicht nur ein Kreis, sondern auch mein VfL-Fußballblog der Saison 2020/2021. Ich bedanke mich für das rege Interesse, für Lob und Tadel und die vielen „Likes“ in den sozialen Medien!

Abschließend darf auch ich dem gesamten Team des VfL Bochum 1848 zur Zweitliga-Meisterschaft und dem verdienten Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga gratulieren. Dieser Erfolg gibt uns ein großes Stück Stolz, Identität und Selbstbewusstsein zurück! Egal, ob Zeugwart, Social-Media-Abteilung oder Mittelfeldstar…diese Saison war gigantisch!

Meister der 2. Fußball Bundesliga 2020/2021

Danke für das entgegengebrachte Interesse….ich bleibe am Ball…STAY TUNED!